Jutegewebe von BGS

 

Erosionsschutzmatten von BGS
Erosionsschutzmatten von BGS

 

Kontakt

BesTex® Jutegewebe


Jute wird hauptsächlich aus Bangladesch importiert. Die Jutefasern sind 1-3m lang und stammen vom Corchorus Baum. Neben Baumwolle und Seide ist die Jutefaser eine der wichtigsten Naturfasern.

Die Herstellung der Faser erfolgt mittels Wässerung zum Herauslösen der Faser aus der Rinde. Nach dem Trocknen der Jutefaser wird für die weitere Verarbeitung eine Behandlung mit Mineralöl durchgeführt, um die Verarbeitung zu erleichtern. Hierbei besteht jedoch neben den gesundheitlichen Risiken während der Herstellung auch u.E. die Gefahr, dass diese ölbelasteten Fasern in das Endprodukt gelangen. So wurde vor einigen Jahren anlässlich einer Testreihe an der BAB A3, Höhe Würzburg, von verschiedenen Erosionsschutzsystemen eine Belastung durch Öl in den an einer Böschung eingebauten Jutematerialien festgestellt. Aufgefallen war dieses nur durch den Umstand, dass der Ansaaterfolg der Anspritzbegrünung (in Kombination mit der Jute) deutlich von den restlichen Versuchsfeldern abwich und nicht zufriedenstellend war.

Die Jutefaser ist relativ reißfest und hat ein hohes Wasserspeichervermögen. Die Faser verrottet relativ schnell, ist 100% biologisch abbaubar, falls nicht durch Mineralöl belastet.
Die Faser weist nur eine geringe Dehnbarkeit auf.
Sie ist sehr fäulnisbelastet mit entsprechender Geruchsbelastung.

Im Wasserbau sowie im Wasserwechselbereich ist die Jutefaser aufgrund der vorgenannten Eigenschaften nicht zu empfehlen, da die Lebensdauer stark eingeschränkt ist und Kombination mit Ufer-und Röhrichtpflanzen eine Schädigung der Pflanzen möglich ist, da u.a. ein Enzym beim biologischen Abbau freigesetzt wird, welches die Wurzeln der Ufer- und Röhrichtvegetation schädigen kann.

Auch, wenn es sich um eine relativ günstige Faser für den Erosionsschutz handelt, birgt es ein generelles Risiko in sich, Jute im Landschaftsbau zu verwenden, da eine Belastung durch Mineralöl u.E. nicht ausgeschlossen werden kann.

 

BesTex ® Jutegewebe Typ JG 500


BesTex® JutegewebeJutegewebe wird für einfach und kurzfristige Erosionsschutzaufgaben verwendet. Eine häufige Verwendung ist die Kombination mit einer Anspritzbegrünung.

Die Standardausführung ist eine gepresste Ware, als eckiger Ballen und zuvor gefalteten Gewebebahnen.

Hierdurch ist das Aufbringen auf die Böschung aufwendiger als bei ungefalteter und gerollter Ware, die jedoch bei Jutegeweben eine teurere Sondervariante mit eingeschränkter Verfügbarkeit darstellen.

Hauptsächlich wird Jutegewebe auf terrestrischen Böschungen verwendet. Im aquatischer Verwendung ist Jutegewebe nicht zu empfehlen.

Der Standard sind Ballen mit 610m², die aus 10 Bahnen à 61m² gepresst werden. Jede Bahn hat ein Maß von 50x1,22m (Länge x Breite).

Die Maschen sind rechteckig und ungeknotet, somit undefiniert.